Ausgabe 02/2024
professional audio
Ausgabe 02/2024
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Summer of '24: Im Zeichen des schönen Klangs
Die zweite Ausgabe von professional audio, die Sommerausgabe, widmet sich dem Schönklang. Stumpfe, mulmige oder leblose Mixe erhalten mit den Equalizern von Cranborne Audio und SPL auf ganz besondere Art und Weise den letzten Pfiff. Wohlig angenehmen Analogsound gibt’s auch im Tascam Model 2400 Mixer, der gleich drei Geräte im Dienste des Schönklang unter einem Dach vereint. Ebenso schön tönt es aus der neuen Version des Pianoteq-Instruments von Modartt. Und dank der Schallgeber von Yamaha und Mackie können sich auch Publikum und Künstler auf der Bühne mit exzellentem Klang verwöhnen lassen. Das alles und noch viel mehr gibt es in der zweiten Ausgabe von professional audio zu entdecken.
Nicht mehr und nicht weniger als ein komplettes Tonstudio hat Tascam in das Model 2400 gegossen. Von Tascam selbst als „Mehrspur-Live-Aufnahmemischpult“ bezeichnet findet sich unter der Haube ein analoges 24-Kanalmischpult, ein USB-Audio-Interface und die Möglichkeit Mehrspur-Aufnahmen auf SD-Karte aufzuzeichnen. Fehlt nur noch, dass das Teil auch Kaffee kochen kann. Ob das Model 2400 das auch noch kann, steht im Test.
Test: Cranborne Audio Carnaby HE2 – Die Macht der Harmonischen
Voriges Jahr präsentierte die britische Pro-Audio-Schmiede mit dem Carnaby 500 ein API-500-Modul mit einzigartigem Konzept zum Entzerren von Signalen auf Basis harmonischer Verzerrungen. Mit der Version Carnaby HE2 kommt jetzt die aufgebohrte Luxus-Version im 19-Zoll-Format, die mit einer Reihe zusätzlicher Features und pfiffiger Details aufwartet.
LiquidSonics: Die Zukunft des Faltungs-Halls – Interview mit Firmeninhaber Matt Hill
Matt Hill ist Gründer der Software-Company LiquidSonics. Mit seinen Hall-Plug-ins beschreitet er einen genialen Weg, um statischem Faltungshall nachhaltig Leben einzuhauchen. Im Interview erklärt er, wie er das macht und was er von algorithmischem Hall hält.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich muss Euch vor einer ernsthaften Krankheit warnen, die (nicht nur) unter Tonschaffenden beharrlich grassiert und so gut wie jeden immer wieder in Wellen ereilt!
So habe ich mal wieder seit Kurzem „GAS“. Nein, nein, das hat nichts mit etwaigen unkontrollierten Ausdünstungen zu tun. Es ist noch viel schlimmer und kann manch einen unter Umständen an den Rand des Ruins bringen. Die Rede ist vom berüchtigten „Gear acquiring Syndrome“, das am treffendsten vielleicht mit „Haben-wollen-Krankheit“ übersetzt werden kann.
Die Symptome sind immer die gleichen: Ganz gleich ob im Fachhandel oder beim Stöbern im Netz: Trifft der Patient auf ein Stück Tontechnik oder ein Instrument, das er schon immer mal oder seit langem gerne haben wollte, bekommt er ein Glänzen in die Augen, sehnsuchtsvolles Seufzen stellt sich ein und das Herz beginnt wie bei einem jungfrisch Verliebten heftig zu schlagen. Kann der Patient dem nicht standhalten und erwirbt das Objekt seiner Begierde kann dies allerdings mit erheblichen Schmerzen in der Geldbörse einhergehen.
Ähnlich wie bei einem Kater stellt sich nach dem Kauf ein schlechtes Gewissen ein und leichte Panik entsteht, weil der Patient nun nicht weiß, wie er das entstandene Loch in der Kasse rasch stopfen kann. Trost findet er jedoch in seiner Neuanschaffung, die ihm Endorphinschübe im Umgang beschert.
Noch schlimmer ist „GAS“, wenn es sich um Geräte handelt, die man schon in Variation zuhauf im heimischen Studio hat. Ich muss da einräumen, dass das schon recht dekadent ist. Aber so richtig schlimm ist „GAS“ immer dann, wenn die Neuanschaffung bereits nach kurzer Zeit mit den anderen Geräten in einer Ecke verstaubt oder schlimmer noch, einzig nur aus „Jäger-und-Samm- ler“-Gründen angeschafft wurde. Wieviele Gitarren und Bässe hatte dereinst John Entwistle von „The Who“ in seiner Sammlung? Die konnte der doch bestimmt nicht alle gespielt haben.
Aber was will ich mir und Euch ein schlechtes Gewissen einreden? Ich und Ihr könnt ja mit Eurem Geld machen, was Ihr wollt. Und Ja, „GAS“ kann schon schlimm sein. Aber was solls? Ich geh mir jetzt – keine Schleichwerbung – den Synthie kaufen, den ich schon lange im Blick hatte. Und warum? Weil ichs kann!
mit sonischen Grüßen
Georg Berger – Chefredakteur