Ausgabe 03/2026
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Ausgabe 03/2026
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professional audio 03/26: Praxis, Praxis, Praxis!
Es „frühlingt“ sehr – und die dritte Ausgabe dieses Jahres steht ganz im Zeichen der Recording-Praxis. So haben wir das ausgesprochen wendige Digital-Mischpult Allen & Heath Qu-5D nicht nur wie gewohnt mit einem detaillierten Testbericht gewürdigt, sondern tatsächlich auch in der Praxis probt. Mit dabei waren Klasse-Mikrofone von Audio Technica und ein befreundeter Tonmeister, der uns kompetent unterstützte. Kompetent ist auch das Entwickler-Team von Rupert Neve Designs, was das neuste Meisterstück der Amerikaner, der zweistufige Kompressor OptoFET eindrucksvoll belegt.
Auch Branchenriese Yamaha hat uns wieder überzeugen können: Das URX22 behauptet sich als typisches USB-Audiointerface von heute, das auch Profiansprüchen genügen kann. Apropos Profi: Ein solcher ist auch Andrew Levine, der als ausgewiesener Spezialist für audiophile Klassikaufnahmen in Hamburgs neuem Wahrzeichen, der Elbphilharmonie, das Albert-Schweitzer Jugendorchester und den Mädchenchor Hamburg aufnahm. Sein langer Bericht ist gespickt mit Insiderwissen und bei allem praktischen Mehrwert auch eine spannende Lesegeschichte. Die bekrönt diese ganz der Aufnahme-Praxis verpflichtete Ausgabe, die deswegen besonders wertvoll und lesenswert ist.
Test: Allen & Heath Qu-5D
Mit seiner überarbeiteten Qu-Digitalmischpultserie hat Mischpult-Spezialist Allen & Heath eine Gruppe von quirligen Signal-Dompteuren geschaffen. Das Modell Qu-5D haben wir uns aus- und besonders ausgiebig untersucht: Auf den detaillierten Test im bewährten Professional audio-Stil folgt nämlich noch die Feuerprobe in der Praxis.
Test: Rupert Neve Designs OptoFET
Dieser zweistufige Kompressor hat es in sich: Nicht nur, dass der hoch angesehene Hersteller mit dem Dynamiker seinen ersten eigenen FET-Kompressor präsentiert. Er kombiniert den gleich noch mit einem ebenfalls neuentwickelten optischen Kompressor sowie etlichen Kombinationsoptionen, dass soundmäßig kein Auge, vor allem aber kein Ohr trocken bleibt.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
dieser Tage kam mir das bekannte geflügelte Wort: „Weniger ist mehr“ in den Sinn. Anlässlich des Studierens eines schönen Gitarrenbuchs aus der Feder des über seine Zusammenarbeit mit Sting berühmt gewordenen Gitarristen Dominic Miller: „The Beatles arranged for Solo Guitar“ (Hal Leonard, ISBN 978-3-95456-337-1) lautet der Titel und tatsächlich trifft auf dieses feine Werk der obige Spruch zu. Denn Miller hat die Essenz von 13 Beatles-Klassikern mit seinen aufs Wesentliche reduzierten Arrangements perfekt getroffen. So aufs Neue von den Beatles – meiner Meinung nach mit die bedeutendsten Komponisten des Pop – begeistert, schlug ich mal wieder einen Schatz meiner Bibliothek auf: „Der Beatles Sound“ von Andy Babiuk. Ein großformatiges Meisterwerk, das mit unfassbarer Akribie alle Instrumente der Beatles auflistet und dazu noch die spannenden Geschichten dahinter erzählt. Auch die Studiotechnik kommt nicht zu kurz und einmal mehr musste ich denken: “Was konnten diese Künstler mit so wenig Technik doch erreichen! Wahnsinn!“
Anlässlich der Produktion dieses Ausgabe gab es ebenfalls etliche Momente, wo sich am Ende „Weniger ist mehr“ als Grundmaxime erwies - obschon zu Anfang „Mehr ist mehr“ der Obersatz für verschiedene Projekte, die Ihr in dieser Ausgabe reportiert findet, war. Ja, wir haben diesmal den Fokus auf die Praxis gelegt – weil es sich so ergeben hat. Mit „A little help from our friends“ konnten wir umsetzen, was am Reissbrett geplant war – und dann weitgehend über den Haufen geworfen werden musste. Soweit ich weiß, arbeiteten die Beatles als typisches Kreativ-Team ähnlich. Nachzulesen in Andy Babiuks Buch, das es nur noch antiquarisch, dafür aber für supergünstige 25 bis 30 Euro gibt. Seid Ihr ebenfalls Beatles-Fans, müsst Ihr das Buch haben. Seid Ihr es nicht, könnt Ihr Geld sparen. Allen wünsche ich neben viel Spaß mit der neuen Ausgabe gleichwohl wie üblich:
Bleibt kreativ!