Ausgabe 03/2025
professional audio
Ausgabe 03/2025
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Passend zur Jahreszeit wartet professional audio mit einer luftig-leichten Sommercollection erlesener Tontechnik auf. Da ist für jeden was dabei, ganz gleich ob es ums Aufnehmen, Abhören, Abspielen oder Verfeinern geht. So hat Zoom seinen populären H5 Handheld-Recorder ordentlich aufgepimpt und mit den größten Mikrofonkapseln in diesem Marktsegment versehen. Selbstverständlich ist auch die 32 Bit Recording-Technik mit an Bord. Mackie hat das Husarenstück geschafft und mit dem Modell ProFX10 GO das erste akkubetriebene Mischpult in seiner Firmengeschichte vorgelegt. DAS ist Freiheit, die ich meine! Nicht nur für Musiker, die klassische Instrumente spielen dürfte der DT 73 IE In-Ear-Hörer von beyerdynamic etwas sein. Auch Genusshörer dürften ihre wahre Freude an dem Winzling haben. Und wenn es um das Wahre geht, führt kein Weg an Lake People vorbei. Die „Seeleute“ legen mit dem Modell MC50 einen Monitoring-Controller mit besonderer Ausstattung und dem schon ikonischen und schonungslos ehrlichen „Nicht-Sound“ vor. Das und noch vieles mehr gibt es in der dritten Ausgabe von professional audio zu entdecken.
Test: Zoom H5studio
Zoom legt mit dem H5Studio einen weiteren Handheld-Recorder mit bemerkenswerter Ausstattung vor. So verfügt er über die bislang größten Mikrofonkapseln, die jemals in ein Produkt von Zoom verbaut wurden. Die 32-Bit-Float Technik ist ebenfalls mit an Bord und um neue willkommene Features und Funktionen erweitert worden.
Test: Lake People MC50
Der MC50 mag zwar „nur“ der kleine Bruder des großen MC100 Monitor-Controllers sein. Doch bekanntlich ist Größe nicht ausschlaggebend. So verfügt das nur eine Höheneinheit hohe Gerät über einen Kopfhörer-Verstärker inklusive Crossfeed-Funktion, zwei Stereo-Ein- und drei Stereo-Ausgänge und das alles inklusive schonungslos ehrlichem Lake-People-Sound. Wie er klingt und für wen er sich empfiehlt, haben wir für Euch herausgefunden.
Test: The Hit Factory Plugins HitVerb
Das Hitverb-Plug-in ist ein Faltungshall, der nicht mehr und nicht weniger als die großartigen Studioräume der legendären Hit Factory-Studios enthält, in denen Künstler wie Michael Jackson, Mariah Carey oder Celine Dion aufgenommen haben. Zwölf Räume sind per Impulsantworten akribisch eingefangen worden. Das Plug-in selbst hält eine Reihe kreativer Einstellmöglichkeiten zum Anpassen an die eigenen Bedürfnisse bereit. Wie es klingt, erfahrt Ihr im Test.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
diesmal will ich ein Plädoyer und Loblied auf das Rauschen in allen Varianten – weiß, rosa, braun – halten. Denn immer noch hat dieses akustische Phänomen einen äußerst schlechten Ruf als Störsignal, den es so nicht verdient hat. Sicher, wer früher UKW-Radio gehört hat und Sender suchen musste, wurde von nervigem Rauschen begleitet. Gleiches passierte, wenn man mit dem Auto auf einmal durch einen Tunnel fährt und das Signal immer mehr mit Rauschen durchsetzt wurde. Schlecht eingepegelte Aufnahmen ließen das Nutzsignal in der guten alten Compact-Cassetten-Ära im Rauschen untergehen.
Dabei hat ausnahmslos jeder tagtäglich mit Rauschen zu tun, was zumeist nicht bemerkt und wenn, dann sogar als äußerst angenehm empfunden wird. Das fängt mit dem Rauschen im inneren Ohr an, geht weiter als wichtiger musikalischer Bestandteil, etwa eines Snare-Drumschlags oder beim Anblasen einer Flöte bis hin zum Sounddesign in Film und Fernsehen. Achtet mal drauf, wenn es in einem Film für einen Moment Stille gibt.
Mit Sicherheit ist da ein leises säuselndes Rauschen zu hören. Fehlt es, fällt dies sofort auf, was immer noch bei billigst synchronisierten Schwarz-Weiß-Filmen in umgekehrter Art auffällt, wenn der Dialog plötzlich glasklar erklingt und am Ende dann abrupt von Rauschen unterbrochen wird bis der nächste Einsatz kommt. Wer einmal in einem schalltoten Raum war, wird Rauschen, Geräusch, Raumraunen, was auch immer einhellig begrüßen.
Und last but not least: Das Rauschen ist sogar zentraler ästhetischer Bestandteil der weltweit agierenden Noisemusik-Szene. Hier seien als Speerspitzen der japanische Künstler Merzbow oder das britische Projekt „Nurse with Wound“ genannt. Ihr seht, die Wahrheit ist oft viel komplexer als man meint.
Mit sonischen Grüßen
Georg Berger – Chefredakteur